Auf der Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco macht sich Mikko Hypponen von F-Secure vermutlich stark unbeliebt bei Adobe: Er rÀt dringend von der Nutzung des Acrobat Reader ab.
»Adobe Reader ist der neue Internet Explorer«, wird F-Secure-Forschungsleiter Mikko Hypponen von mehreren US-Medien zitiert. Er spielt auf der derzeit stattfindenen RSA-Sicherheitskonferenz auf die hÀufigen Sicherheitslecks des PDF-Readers an.
Laut Hypponen hatten es seit Jahresbeginn ĂŒber 47 Prozent aller zielgerichteten Angriffe aus dem Web auf die Lecks in Adobes Reader abgesehen. Einerseits mit Hilfe manipulierter PDF-Files, andererseits sind auch Anwender von Acrobat-Browser-Plug-Ins gefĂ€hrdert. Ăber letztere wĂŒrde hĂ€ufig via »Drive-by-Downloads« versucht, SchĂ€dlinge in Systeme einzuschleusen. Von 1. bis 6. April will F-Secure 128 manipulierte, schadhafte PDF-Dateien entdeckt haben, insgesamt soll die Zahl an prĂ€parierten PDFs bei rund 2300 liegen.
Hypponen rĂ€t dringend dazu, Alternativ-Programme statt Acrobat Reader einzusetzen. Konkrete Tipps gab er zwar nicht, verwies aber auf die Site PDF-Readers.org, die einige PDF-Reader auflistet â der recht beliebte, weil schnelle Foxit-Reader ist nicht darunter, Interessenten finden ihn auch im Download-Bereich von Tom's Hardware.
Dem Acrobat-Hersteller Adobe empfiehlt Hypponen, sich ein Beispiel an Microsofts Patchday-Politik zu nehmen: Redmond stellt bekanntermaĂen monatlich Updates fĂŒr seine Produkte bereit und weist laut F-Secure die Anwender auch ausreichend auf die Wichtigkeit dieser Updates hin.
Quelle: Tom's Hardware DE |